EUROFILMER
Europäischer Autorenkreis für Film und Video e. V.
European Film & Video Makers Circle

Forum Nord 2014 in Ammersbek bei Hamburg

Nach einem Jahr, am 13. April 2014, haben sich die Eurofilmer wieder zum Videowettbewerb im Dorfgemeinschaftshaus in Ammersbek getroffen. Der Veranstaltungsraum im Pferdestall ist fast allen gut bekannt und es herrschte von Anfang an eine gute Atmosphäre. Vor allem: Man kannte sich und es gab herzliche Begrüßungen und nette Gespräche.

60 Teilnehmer hatten sich eingefunden und waren nun gespannt auf die Filme die gezeigt werden sollten. Dieter Schlemmermeier verdiente einen großen Applaus, denn er hatte die gesamte Technik im Griff. Wolfgang Thomas, unser Moderator, begrüßte alle Teilnehmer sehr herzlich. Er und das gesamte Juryteam waren erfreut, daß wieder so großes Interesse für diese Veranstaltung bestand.

Nach der Begrüßung teilte Wolfgang Thomas uns mit, dass Lothar Sack am 23.03.2014 nach langer Krankheit verstorben ist. Ein langjähriger Filmer aus Lübeck hat uns verlasen. Wir sind sehr traurig.

Wolfgang Thomas betonte ganz besonders, dass sich die Juroren, unter der Leitung von Peter Klüver, wieder sehr viel Mühe mit der Beurteilung der Filme gemacht haben.

Es ist klar: Jeder Film ist ein kleines Meisterwerk und steckt voller Ideen und Umsetzungskraft. Das sollte bei der Beurteilung mit eingebracht werden. Die Juroren waren: Erhard Gratz, Uwe Haase, Heino Schenk, Wolfgang Thomas und Günter Viereckt, der dazu eigens aus der Schweiz angereist war. 16 Filme standen auf dem Programm. Man ist immer wieder erstaunt, mit welch unterschiedlichen Themen sich die Filmer beschäftigen. Alle waren sehenswert. Wolfgang Thomas sprach vor jedem Film den betreffenden Autor an und bat darum zu erzählen, wie es zu dem Thema und der Gestaltung gekommen ist. Das war sehr nett und persönlich und jeder Autor fühlte sich hier gut aufgehoben.

Die Reisefilme: Eine Fahrt auf der Donau sowie eine Dampferfahrt auf der Elbe von Dresden bis Königstein und ein Segeltörn auf dem Peenestrom. Die Falknerei in den Schwarzen Bergen ist eine edle Kunst. Gedanken über unser Leben, Höhen und Tiefen, wie eine Wanderung durchs Gebirge in Bezug auf Friedrich Nietzsche. Auch das Thema Mobbing in der Schule brachte uns zum Nachdenken.

Die Umwelt zu neuem Leben zu erwecken, zu renaturieren, war ein besonderes Thema. Auch Kinder lernen in und von der Natur im Kindergarten. Kinder waren auch im Spielfilm "Bei Müller hat`s gebrannt" mit von der Partie. Köstlich war der Spielfilm "Nie wieder Fleckensalz." Eine Wanderung über die Iffinger Scharte ließ einigen den Atem stocken. Bei "Erst Rohstein - dann Edelstein" waren wir begeistert von der Schönheit der kunstvoll geschliffenen Edelerze. Die Skala der Vielfältigkeit der Themen und Ideen reichte weiter vom Wasserpuppentheater bis zum utopischen Film "Geryon".
Ein besonderes Erlebnis war der Film "Ein Paradies, das Namib heißt" von Anton Wallner. Dieser Film wurde schon mit dem Bayer. Löwen ausgezeichnet.
 

Um 16 Uhr waren alle Filme gezeigt. Peter Klüver als Leiter der Jury übernahm nun die Preisverleihung.
 

Man kann immer wieder sagen: Diese Veranstaltungen sind ein Gewinn für jeden von uns, denn wir lernen von anderen, können uns begeistern und haben die Möglichkeit neue Erfahrungen zu sammeln.

Ilka Burmeister