EUROFILMER
Europäischer Autorenkreis für Film und Video e. V.
European Film & Video Makers Circle

Länder, Menschen und Geschichten

unter diesem Motto hatte Toni Wallner zum großen Filmabend nach Tiefenbach bei Passau in den Gasthof „Knott“ geladen und viele Filmfreunde sind seiner Einladung gefolgt.

Vielen Eurofilmern ist das Lokal ein Begriff, denn dort wurde 2010 das EUROFILM-FESTIVAL ausgerichtet. Auf seiner eigenen Großleinwand zeigte Toni Filme über Tibet, Bali, Nepal, Namibia und seiner Heimatstadt Passau. Da er bis zu 10 Filme pro Jahr produziert stand eine bunte Auswahl seiner neuen Reise- und Dokumentarfilme zur Verfügung. Viele der ca. 130 Gäste scheuten auch die weite Anreise von Wien bzw. Berlin nicht.

Nach der Begrüßung durch den Autor und einem kurzen Grußwort von der Geschäftsführerin der EUROFILMER startete der erste Film „Irgendwo in Tibet – Shangri La“.
Brillante Aufnahmen, super Tonqualität. Danach folgte der Film „Lebensraum im Salz der Tränen“ einem Video über den Etosha-Nationalpark mit seiner Tier- und Pflanzenwelt in Namibia.
Beim Film „Dewi Sri sei Dank“ einem Film über die Balinesische Reisgöttin zeigte uns der Autor das harte Leben der Reisanbauer, aber auch die Dankbarkeit und Zufriedenheit der Bevölkerung.
Das große Jahrhunderthochwasser im Juni 2013 in Passau mit 12,89 Metern Höhe war die zweitschlimmste Flutkatastrophe in der Geschichte der Stadt. Die Altstadt und weitere Teile des Zentrums waren großflächig überflutet. Die braunen Wassermassen aus Donau, Inn und Ilz verwandelten Straßen und Gassen in Kanäle. Im Video „Sprachlos“ dokumentierte Wallner die entsetzliche Flutkatastrophe.

Nach einer kurzen Pause ging es mit seinem vielfach preisgekrönten Video “Ein Paradies, das Namib heißt“ weiter. Bei einer Fahrt durch die Wüstengebiete Namibias erfährt der Zuschauer viel über die Entstehung der Namib und die dort lebende Tierwelt. Eindrucksvolle Tieraufnahmen und ein informativer Kommentar machen diesen Afrikafilm sehenswert. Nicht umsonst ist dieser Film einer der am meisten ausgezeichneten Filme von Wallner.
Ebenfalls in Afrika handelte der nächste Film „Leben am Rand der Wüste“ über das letzte Nomadenvolk in Namibia, die Himba. Sie leben auch heute noch – vergleichsweise unberührt von der modernen Zivilisation – als nomadisierende Viehzüchter, Jäger und Sammler in sehr einfachen Verhältnissen.
Die Verwandten waren stolz, dass die letzte Reise ihres Vaters filmisch festgehalten wurde. Zwei Tage lang dauerten die Filmarbeiten zum Video „Das Tor zum Irgendwo“ über die Leichenverbrennung der Hindus in Nepal, gefilmt von Toni Wallner. Dieses einmalige Erlebnis soll künftig auch in den Bayerischen Schulen als Lehrvideo im Unterricht eingebunden werden.
Wer erinnert sich nicht noch an den 2. Weihnachtsfeiertag 2005 - vor 10 Jahren ? Ein Erdbeben im Indischen Ozean löste einen Tsunami aus, der über 280.000 Menschen das Leben kostete. „Mai pan rai (Zurück ins Leben) – 10 Jahre danach“ ist die filmische Aufarbeitung dieser schlimmen Naturkatastrophe.

Besonders die beiden letzten Filme ließen die Zuschauer nicht unbeeindruckt. Rege Diskussionen und viel Zustimmung für den Autor gab es für diese beiden sehr feinfühlig gedrehten Videos. Beide Filme werden sicherlich bei den verschiedenen Festivals wieder cineastische Höhepunkte darstellen und dem Autor zahlreiche Auszeichnungen einbringen.