EUROFILMER
Europäischer Autorenkreis für Film und Video e. V.
European Film & Video Makers Circle

EURO-FILMFORUM 2018 D-West

Bericht von RoKa Wirtz

Das Filmfest der Eurofilmer Forum West 2018 ist Vergangenheit.
Ich bin mit dem Verlauf des Forums sehr zufrieden und freue mich darauf, viele von den Anwesenden in Bludenz/Österreich wiederzusehen.

Ich möchte heute jedoch in der Zeit ein paar Wochen zurückgehen. Denn es erscheint mir wichtig, die Sorgen vieler Eurofilmer anzusprechen.
Als ich mich entschied, das Forum West 2018 auszurichten, habe ich mir 2 Maßnahmen als „Sehr Wichtig“ gekennzeichnet.

Wichtige Maßnahme 1
Die Filmvorführung muss unbedingt im Kino stattfinden. Das hat wiederum mehrere Gründe. Jeder von uns Filmern fühlt sich geadelt, wenn sein Film im Kino neben dem üblichen Kinoprogramm gezeigt wird. Es ist sehr beachtlich, wenn die Kinowerbung der Amateurfilme neben denen des großen Kinos der Profis hängt.

Die Motivation als Autor zur Vorstellung zu kommen und diese dann zu genießen geht nahe der 100 % Marke. Es hat aber auch ganz praktische Gründe für mich als Ausrichter. Die Projektion und der Ton der Filme ist spitzenmäßig, man braucht keine Technik zu schleppen und aufzubauen, das Personal des Kinos führt vor, das Personal des Kinos gibt in den Pausen Getränke aus.
Für das Mittagessen gingen wir ins Restaurant um die Ecke. Also auch keine Arbeit, die von eigenen Leuten erbracht werden muss.

Wichtige Maßnahme 2
Einen speziellen Slogan für die Zuschauerwerbung haben.
Ich sage nichts Neues, wenn ich hier schreibe: Wir die Filmer sind durchweg in den Jahren von 65-90. Wir sind Senioren und als solche machen wir Filme. Alle EAKler wissen, dass unsere Zukunftsaussichten - als Verband - ziemlich problematisch sind.
Insbesondere deshalb, weil wir stark fortgeschrittenen Alters sind. Es ist wichtig Visionen für den Verband zu entwickeln. Ich weiß, dass sich einige hierzu Gedanken gemacht haben.

Bis es aber soweit ist, das die Eurofilmer stabile Fundamente für die Zukunft errichtet haben, vergeht eine derzeit noch unübersehbare Zeit. Deshalb kann möglicherweise eine „lebensverlängernde Maßnahme“ hilfreich sein, wenn wir die Not zur Tugend machen. Vielleicht ist mein Slogan von 2018 zukünftig unterstützend:

„Filme von Senioren für Senioren“.

Da ich mit meiner Idee meine Clubkollegen in Aachen aufgeschreckt hatte, wurde ich zunächst einmal unsicher. Ich entschied mich deshalb das Forum 2018 über zwei Wege zu bewerben.

Weg 1: Das Kinoplakat und das Filmprogramm wurde klassisch entworfen. Kein Wort vom Senior. Das Kinoplakat hing im Kino 3 Wochen aus und auch per Internet und auf der Facebook Seite des Kinos wurde dafür geworben.

Weg 2: Ein Einladungsbrief speziell an die Zielgruppe Senioren wurde gedruckt. Ähnlich aufbereitet wie das Filmprogramm nur stand eben dort:
„Filme von Senioren für Senioren“.
Ein Logo der Seniorenarbeit des Kreises Düren, kennzeichnete die besondere Unterstützung des Kreises zu dem Thema.
Damit Rollstuhlfahrer nicht enttäuscht wurden, war der Verweis darauf, dass es keinen behindertengerechten Zugang gibt. Ebenso war vermerkt, dass die Veranstaltung auch erst ab dem Nachmittag besucht werden kann.

Natürlich war der Eintritt frei und ich bat um Anmeldung.
Dass ich eine Förderung für diese Veranstaltung bekam, lag auch daran, dass ich für den Kreis Düren deren Seniorenarbeit filmisch aufbereitet und deshalb dort einen guten Ruf habe sowie unsere Eurofilmer Veranstaltung mit dem „Slogan 2018: Filme von Senioren für Senioren“ versehen habe.

Ergebnis:
Autoren                                                      17 (von 19 Autoren) anwesend
Begleitung/Filmer/Helfer                            26
Freunde o. fr. Protagonisten Wirtz             17
Kinowerbung                                               3
Werbung Kreis personenbez.Senioren     46
Gesamt 109 Personen die zwar nicht ständig aber weitestgehend am Nachmittag bis Abend anwesend waren.
Dass mein Slogan nur bedingt zukunftsfähig ist, liegt in der Natur der Sache.
Wie lange er Bestand haben kann das liegt an uns.
Dass die Zahl 46 Personen aus personenbezogener Werbung so hoch war, liegt insbesondere auch an der engagierten Arbeit von Monika Sandjon vom Kreis Düren. Sie war auch ab dem Nachmittag anwesend und hatte sichtlich Freude an unserer Veranstaltung.
Für die Organisatoren solcher Veranstaltungen kann es deshalb hilfreich sein, kommunale Unterstützung einzuwerben.

Das Fazit:
Alle unsere anwesenden Senioren hatten Freude und gingen glücklich  und zufrieden nach Hause.
Wohlgemerkt: Die Senioren - Filmer und die Senioren - Zuschauer.